Die Sill nicht nur im Namen

Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sind zwei Themen, die in unserer modernen Zeit alle Lebensbereiche betreffen. Nicht nur Private, sondern auch Unternehmen entwickeln immer mehr ökologisches Bewusstsein und versuchen, möglichst umweltfreundlich zu agieren. Gerade der Energiebedarf stellt viele Unternehmen dabei vor große Herausforderungen.

 

Mit einem eigenen Kraftwerk ist der SILLPARK bereits seit seiner Eröffnung 1990 ökologischer Vorreiter bei der Versorgung mit elektrischem Strom. Das Shopping Center trägt den Fluss nicht nur im Namen, sondern die SILL ist auch Energielieferant für den SILLPARK.

 

 

Wasserkraft wird – gerade in Tirol – bereits seit Jahrhunderten genutzt. Wurde die Bewegungsenergie des zu Tal tosenden Wassers ursprünglich hauptsächlich für Mühlen verwendet, ist seit dem frühen 20. Jahrhundert die Stromerzeugung mittels Wasserkraft besonders interessant. Dabei ist Wasserkraft eine der „saubersten“ Energiequellen, die es gibt. Vor allem dann, wenn die negativen Auswirkungen auf die Umwelt (z.B. für Fische) minimiert werden.

Auch auf dem Areal des SILLPARK wurde die Wasserkraft der Sill bereits vor hundert Jahren von der Textilfabrik Rhomberg genutzt. Diese Tradition wird im SILLPARK fortgesetzt, wo seit 1990 eine Kaplan-Turbine für die Stromversorgung zuständig ist.

In den letzten Monaten wurde dieses Kraftwerk nun aufwändig saniert. Es wurde nicht nur eine neue Turbine eingebaut, sondern auch die Steuereinheit völlig erneuert. Außerdem wurde der 800 Meter lange Kanal, über den das Wasser das Kraftwerk passiert, generalsaniert. Damit verfügt der SILLPARK nun über ein top-modernes Wasserkraftwerk, das nicht nur das Haus mit Strom versorgt, sondern auch das öffentliche Netz mit grüner Energie beliefert.

Über 4 Millionen kWh

 

Während der Öffnungszeiten des SILLPARK wird der Strom – immerhin über 4 Millionen kWh pro Jahr – für den Eigenbedarf in das Stromnetz des Shopping Centers eingespeist. Das Wasser fließt aber auch am Wochenende und in der Nacht. Dann wird der im SILLPARK produzierte Strom als grüne Energie in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

 

Auch die Fische fühlen sich wohl

 

Jede Energiegewinnung greift in das Ökosystem ein. Die Bauten von Wasserkraftwerken stellen dabei oft Barrieren da, die Fische nicht oder nur schwer passieren können. Deshalb hat der SILLPARK neben der Sanierung des Kraftwerks auch in die Errichtung einer fischpassierbaren Rampe kräftig investiert, die die Sill für die in ihr lebenden Fische in beide Richtungen gut passierbar macht.

Bisher fungierte ein Kanal seitlich des Flußlaufes als Aufstiegshilfe für die Fische. In den vergangenen wasserarmen Monaten wurde nun der Lauf der Sill so verändert, dass für Forellen & Co. quasi eine Treppe entstanden ist, über die sie wieder nach oben schwimmen können. Dadurch konnte ein Zustand hergestellt werden, der dem natürlichen besonders nahe kommt und die Auswirkungen des Kraftwerkes auf das Ökosystem Sill auf ein absolutes Minimum reduziert.

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